Keramik-Didgeridoos

 

 

Spielverhalten:

 

Keramik-Didgeridoos sprechen sehr leicht an und besitzen ein ausgewogenes und obertonreiches Klangbild.

Die hohe Dichte der keramischen Materialien sorgt für ausgezeichnete Resonanz und hohe Lautstärke.

So lassen sich diese Instrumente sehr dynamisch spielen, ohne dabei zu dröhnen.

Der Gegendruck ist selbst bei tiefem Grundton hoch, wodurch druckvolles, perkussives Spiel, ebenso ermöglicht wird, wie ruhiges, meditatives Spiel.

 

Eine besondere Eigenschaft von Keramik-Didgeridoos ist, dass Stimmen kristallklar kommen. Dadurch sind selbst leise Intonationen und Geräusche gut hörbar.


Durch das Platz sparende Design befindet sich das Bellend immer sehr nahe am Körper, so dass einerseits der volle Umfang der Instrumentenresonanz gespürt, als auch feine, sonst oft unhörbare Nuancen gehört werden können.

 

Anwendungen:

 

Je nach Instrument, eignen sich Keramik-Didgeridoos für alle Spielweisen die auch mit Holzdidgeridoos gespielt werden können.

Sie sind für Anfänger, fortgeschrittene Spieler als auch für den professionellen Bühneneinsatz geeignet.

 

Dank der weit reichenden Möglichkeiten der Formgebung, können zudem Instrumente für spezielle Anwendungen realisiert werden:

 

Durch den Einbau enger Windungen lassen sich sehr kompakte Reisedidgeridoos verwirklichen, die "geraden" Didgeridoos um nichts nachstehen. Diese Instrumente können bequem in einem kleinen Rucksack transportiert werden.

Durch die hohe Lautstärke und der geringen Entfernung zwischen Ohr und Bellend, können Keramik-Didgeridoos in Jamsessions auch ohne Verstärkung, mit Djembe und Co mithalten.

Die kompakte Bauweise bietet sich auch für Musik- und Klangtherapeuten an, die Menschen direkt bespielen möchten. Es ist nun nicht mehr nötig, ein langes und schweres Rohr über den Klienten zu balancieren.

Ebenso realisierbar sind Instrumente die eine Eigenbeschallung ermöglichen.

 

Herstellung:

 

Für diese Instrumente kommen je nach Bedarf, Drehmassen oder schamottierte Tone zum Einsatz. Letztere verfügen über einen definierten Anteil dicht gebrannten, zermahlenen Tons und eignen sich besonders gut zum Aufbau großer, komplexer Formen.

 

Innen werden die Instrumente lebensmittelecht glasiert. Außen verwende ich gerne Kristallglasuren.

Durch die so aufgeschmolzenen Glasschichten werden die Instrumente beidseitig Wasser- und Dampfdicht.

 

Für die Mundstücke verwende ich Edelhölzer, die fein geschliffen und mit natürlichen Ölen behandelt werden .

 

Holzteile verbinde ich mit einem wasserfesten Spezialleim für den Musikinstrumentenbau. Alle von mir verwendeten Komponenten sind hochqualitativ.

 

Pflege:

 

Die Instrumente sollten, bei intensiver Bespielung, in regelmäßigen Abständen, mit warmen Seifenwasser gespült werden. So entfernt man Staub und Speichelrückstände und verhindert muffige Gerüche.

Holzteilen tut es gut wenn man sie ca. 1mal jährlich mit guten Lein- oder Tungöl ölt.

Zumal die Instrumente schlagempfindlich sind, empfiehlt sich der Transport in, mit Schaumstoff gepolsterten, Taschen.

 

Galerie: Keramik-Didgeridoos